 | Diagnose Migräne |
Anonymous schreibt "Die Migräne ist eine Erkrankung, die der Menschheit schon seit frühester Zeit bekannt ist, und unter der fast jeder achte Deutsche leidet. Obwohl sie bis heute noch nicht heilbar ist, wurden erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten entwickelt - zum Beispiel durch die Triptane.
Vor jeder Kopfschmerz- oder Migräne-Therapie steht auf alle Fälle das Gespräch mit einem Arzt. Nur er kann eine Diagnose stellen und darüber entscheiden, welche Behandlung im Einzelfall die richtige ist. Da es über 160 verschiedene Kopfschmerzarten gibt, von denen Migräne nur eine ist, kann die Bedeutung der ärztlichen Diagnose gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Hierbei kann und sollte der Patient den Arzt aktiv unterstützen. Das fängt mit einem allgemeinen Gesundheitsprofil an: Beim Arztbesuch sollten grundsätzliche Informationen über Alter, Blutdruck, Cholesterinspiegel, evtl. Krankheiten, Medikamenten-Einnahme, Alkohol- und Nikotinkonsum, Gewichtsveränderungen, Stress-Situationen oder Schwangerschaft vorgelegt werden können.
Sind Ihre Kopfschmerzen wirklich Migräne?
Der folgende Migräne-Check leistet einen weiteren wichtigen Beitrag:
Wenn Sie mindestens zwei der Fragen aus Test A und mindestens eine der Fragen aus Test B mit Ja beantworten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um mit ihm zu besprechen, ob Sie unter Migräne leiden.
Manchmal können Kopfschmerzen auch Symptome für Krankheiten sein, die ebenfalls ernst zu nehmen sind, aber eine andere Therapie erfordern. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie unter Kopfschmerzen leiden, auch wenn diese schon längere Zeit bestehen oder wenn sich die Symptome im Vergleich zu früheren Kopfschmerzen verändert haben.
Test A:
Konzentriert sich der Schmerz auf einer Seite des Kopfes?
Ist der Schmerz klopfend oder hämmernd?
Beeinträchtigt der Schmerz Ihre normale Aktivität?
Verschlimmert sich der Schmerz durch Aktivität?
Test B:
Leiden Sie während einer Attacke unter Übelkeit, oder haben Sie das Gefühl, sich übergeben zu müssen?
Sind Sie während einer Attacke überempfindlich oder besonders empfindlich gegen Licht oder Geräusche?
Noch bis vor kurzem waren die möglichen Ursachen der Migräne wenig erforscht. Heutzutage hat die Medizin sehr viel mehr Informationen über das Krankheitsbild. Vieles spricht dafür, dass Migräneattacken durch biologische Veränderungen im Gehirn und in den benachbarten Bereichen ausgelöst werden.
Man geht davon aus, dass bei einer Migräneattacke die Blutgefäße im Gehirn erweitert und entzündlich verändert sind. Der Durchmesser dieser Arterien nimmt so weit zu, dass Nervenfasern rings um das Blutgefäß gereizt werden und Schmerzsignale aussenden. Bis heute ist allerdings ungeklärt, warum einige Menschen unter Migräne leiden und andere nicht. Gerüche oder Geräusche, flackerndes Licht, zu wenig oder zu viel Schlaf, manche Nahrungsmittel, Stress, Hormonschwankungen oder Zeitverschiebungen - Menschen, die für Migräne empfänglich sind, können auf vielerlei Reize und Situationen mit den typischen Kopfschmerzattacken reagieren. Allerdings spricht jeder Betroffene auf andere Auslöser an. Was bei einem Menschen zu Migräne führt oder sie noch verstärkt, kann einem anderen Erleichterung verschaffen. Genau darin liegt eine besondere Chance: Wer den Auslöser für seine Migräne kennt, kann die Attacken möglicherweise abschwächen oder sogar ganz vermeiden.
Trotzdem sind viele mehr oder weniger regelmäßig von der Migräne betroffen und benötigen eine spezifische Therapie. Wer mit rezeptfreien einfachen Schmerzmitteln die Migräne nicht in den Griff bekommt, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen. Denn die meisten Wirkstoffe gegen Migräneanfälle sind aus gutem Grund verschreibungspflichtig. Nur ein Arzt kann im persönlichen Gespräch feststellen, ob eine Migräne vorliegt und wenn ja, welche Therapie angewendet werden sollte.
Diagnose: Migräne
Quelle: Gesundheit aktuell
zurück Migraene Operation nächste natürliche Behandlung von Kopfschmerzen"
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